Das Münzkabinett: Schwerpunkte
Ansprechpartnerin:
LVR-LandesMuseum Bonn
Dr. Claudia Klages
Münzkabinett
Bachstraße 5 – 9
53115 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 / 2070 - 249
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: claudia.klages@lvr.de
Notgeld: Ersatzgeldschein von 1923
Goldmünze (Augenstater)
Goldmünze (Aureus) des Kaisers Domitian
Goldschatz von Hambach-Niederzier
Solidus des Kaisers Justinian
Sammelaufnahme mit mittelalterlichen Silbermünzen
Medaille mit Porträt des Kölner Kurfürsten Clemens August
Münzwaage
Das LVR-LandesMuseum Bonn besitzt mit ca. 95.000 numismatischen Objekten die größte Münzsammlung im Rheinland. Schon der Vorgänger des heutigen Museums, das „Museum Rheinisch-Westfälischer Alterthümer in Bonn", besaß dank seines ersten Direktors Wilhelm Dorow (1820 – 1823) eine kleine Münzsammlung. Mit Zunahme der Ausgrabungstätigkeit in der Rheinprovinz und den dabei entstandenen Münzfunden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Sammlung bis heute stetig an. Hinzu kommen Stiftungen und gezielte Ankäufe.
Wissenschaftliche Bearbeitung
Alle numismatischen Objekte werden wissenschaftlich bearbeitet und zum großen Teil in die wissenschaftliche Studiensammlung integriert. Sie bietet Forscherinnen und Forschern einen Überblick über die Geldgeschichte des Rheinlandes vom 1. Jahrhundert vor Christus – der Spät-Latène-Zeit – bis in die Gegenwart. Ergebnisse der Bearbeitung sind die Funddokumentationen in den Bonner Jahrbüchern, die Berücksichtigung der Funde aus dem Bereich Nordrhein innerhalb des bundesweiten Fundkataloges der Fundmünzen des Mittelalters, Vorlagen großer Fundkomplexe in der Reihe Fundmünzen der antiken Zeit in Deutschland sowie die Präsentation einer Auswahl von Objekten innerhalb der Dauerausstellung des LVR-LandesMuseums.
Keltische Münzen
Zu den frühesten antiken Münzen im Rheinland gehören die keltischen Regenbogenschüsselchen aus Gold, später aus Silber oder Kupfer. Sie dienten wohl nicht als Zahlungsmittel im modernen Sinn sondern als kostbare Geschenke. Regenbogenschüsselchen, Goldstatere und goldene Schmuckreifen gehören zu dem bedeutenden keltischen Goldschatz, der wahrscheinlich als eine Gabe an einheimische Götter in der 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts vor Christus in der Siedlung der Eburonen in Hambach-Niederzier vergraben wurde.
Römische Münzen
Bei den römischen Münzen sind wichtige Schatzfunde und die fast vollständige Sammlung römischer Gold- und Silbermünzen mit Kaiserportraits hervorzuheben.
Münzen aus Mittelalter und Neuzeit
Für das mittelalterliche Rheinland bilden die Münzen des Erzstiftes Köln einen Schwerpunkt. Die Neuzeit ist zudem mit herausragenden Medaillen vertreten. Aber auch das Notgeld der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts fehlt nicht.
Infolge der Bedeutung des Rheinlandes als Knotenpunkt überregionaler Kontakte und Handelsbeziehungen werden in zahlreichen Schatzfunden auch nicht-rheinische Prägungen, zum Beispiel aus den Niederlanden, Frankreich und Italien, gefunden.
Münzen in der Dauerausstellung
In der Dauerausstellung sind heute Münzen, Münzwaagen und Schatzfunde in den Themen „Von den Göttern zu Gott", „Das Rheinland und die Welt", „Macht und Mächte" sowie „Überleben – Schöner Leben" ausgestellt. Münzen in der Dauerausstellung