Röntgenanlage
Die Röntgenanlage des LVR-LandesMuseums Bonn gehört in den technischen Bereich der Materialprüfung und liefert Röntgen-Durchleuchtungen zur Untersuchung von archäologischen Funden und kunst- bzw. kulturgeschichtlich relevanten Objekten aus unterschiedlichen Materialien und Materialkombinationen. Sie ist als offenes System in einem speziell dazu ausgestatteten Sicherheitsbereich im Untergeschoss der Restaurierungswerkstatt installiert. Die Röntgenröhre verfügt über eine stufenweise regelbare Röhrenspannung von 5 – 225 KV, einen maximalen Röhrenstrom von 50 mA und einer maximalen Röhrenleistung von 1600 W. Röntgenröhren dieser Art sind speziell für die Untersuchung im technischen Bereich ausgelegt und unterscheiden sich aufgrund der hohen Leistung von allgemein bekannten medizinischen Röntgensystemen.
Die zu untersuchenden Objekte können mittels eines so genannten Prüflingsmanipulators im Strahlenkegel positioniert werden. Zusätzlich kann mit Hilfe des Röntgenmanipulators die Richtung des Röntgenstrahlkegels stufenlos um bis zu 60° geschwenkt werden. Dies ermöglicht die Durchleuchtung der Objekte in jeder gewünschten Bildperspektive. Das Durchleuchtungsbild wird über einen der Röntgenröhre gegenüber liegenden Röntgenbildverstärker (9 Zoll) erzeugt und zeitgleich auf einem Videomonitor dargestellt.
Röntgenlabor mit Untersuchungsraum und dem dahinter liegenden Sicherheitsbereich mit der Röntgenanlage
Die Dokumentation beziehungsweise Archivierung der digitalen Röntgenbilder erfolgt über einen integrierten Computer mit Bildverarbeitungssystem. Dort stehen umfangreiche Filterfunktionen zur Reduzierung des statistischen Rauschens der Röntgenstrahlung als Bildverbesserungsfunktionen zur Verfügung. Alternativ zu den digitalen Röntgenbildern können jedoch auch Bilder auf konventionellem Röntgenfilm aufgenommen werden. Die Filme werden dann im Fotolabor des Röntgenbereichs entwickelt.