Die Depots
Das Depotgebäude der LandesMuseums in Meckenheim.
Die Depots, die Magazine, sind das Fundament eines jeden Museums. Hier werden die Sammlungsgüter auf Dauer beherbergt und gepflegt. Hier wird Bearbeiterinnen und Bearbeitern, schrieben sie nun ihre Magisterarbeit, ihre Dissertation oder eine andere wissenschaftliche Abhandlung, die Möglichkeit gegeben, an Objekten zu forschen.
Der Neubau
Als der Landschaftsverband Rheinland beschloss, das Rheinische LandesMuseum Bonn einer Generalerneuerung zu unterziehen, stellte sich sofort die Frage: wohin mit den Objekten aus der Dauerausstellung und aus den verschiedenen, im Haus in der Colmantstraße untergebrachten Depots?
Das Architekturbüro Busmann & Haberer aus Köln erhielt den Zuschlag für den Entwurf und den Bau eines neuen Depotgebäudes in Meckenheim. Großzügige finanzielle Unterstützung kam von der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Bundesstadt Bonn sowie dem Landschaftsverband Rheinland als Träger des Rheinischen LandesMuseums Bonn.
Der Bau beinhaltet eine Depotfläche von mehr als 4.000 qm sowie eine Erschließungsfläche von ca. 500 qm. Im Inneren besitzt das Haus ein einstockiges Hochregallager und ein zweistöckiges Lager mit Kompaktusanlagen. Das für die Objekte optimale Raumklima stellt eine Umluftklimaanlage her. Es gibt Sonderräume für Metall, das ein eigenes Klima benötigt. Gleiches gilt für das vorhandene Nassholzlager. Gegen unliebsame Überraschungen schützt die direkte Aufschaltung auf die Polizei und die Feuerwehr.
Der Baubeginn war im Dezember 1996, die Fertigstellung im Februar 1998 und die Einweihung im darauf folgenden Juni.
Dieses als Zentralarchiv der Bodenfunde des Rheinlandes geplante, archäologische Depot nahm bis zur Wiedereröffnung der Dauerausstellung im November 2003 alle Objekte des Museums auf, sofern sie nicht während der Zeit des Umbaus der Gebäude in der Colmant- und der Bachstraße in anderen Museen im Rheinland gezeigt wurden.
Einlieferung von Funden
Bis Ende 2006 lieferten die Rheinische Bodendenkmalpflege (http://www.bodendenkmalpflege.lvr.de/) des Landschaftsverbandes Rheinland und ihre Außenstellen sowie die beauftragten Grabungsfirmen die Funde in Meckenheim ab. Seitdem erfolgen die Einlieferungen ausschließlich in Bonn.
Die Depots in Bonn
In Bonn befinden sich auch das Gemäldedepot und das Grafikdepot. Für 2008 steht der Umzug der kunstgewerblichen Objekte, der Möbel und der Fotosammlung an. Auch in Bonn werden archäologische Gegenstände aus Metall sowie aus Holz in dem für sie jeweils optimalen Raumklima untergebracht werden. Hier wird es sich um Objekte handeln, die für die Bearbeitung in der Restaurierungswerkstatt vorgesehen sind.
Arbeitsplätze
Zur Zeit stehen für wissenschaftliche Recherchen in Meckenheim 13 und in Bonn vier Arbeitsplätze zur Verfügung. Für Externe gibt es im Depotgebäude drei Gästezimmer.
Personalbestand:
Sechs Personen, davon zwei Wissenschaftler
Ansprechpartner:
Dr. Michael Schmauder
Abteilungsleiter Bestandspflege und Sammlungserschließung /
Fachreferent für Vorgeschichte
Telefon: +49 (0) 228 / 2070 - 224
Fax: +49 (0) 228 / 2070 - 299
E-Mail: michael.schmauder@lvr.de