Pfalzfelder Säule
Die ‚Pfalzfelder Säule' ist eigentlich eine Stele. Sie hatte kultische Bedeutung. Foto: H. N. Loose
5./4. Jahrhundert vor Christus
Fundort: 1608/09 in einem Kirchhof in Pfalzfeld, Rhein-Hunsrück-Kreis
1938 von der Stadt St. Goar geschenkt
Inventar-Nummer 38.523 − Sandstein aus den Rotliegend-Schichten der Saar-Nahe-Senke
Höhe heute: 1,48 m.
Foto: H. N. Loose
Die Säule, eigentlich eine Stele, entstand in einer Zeit, als das Rheinland zwischen Hunsrück und Eifel eine Blütezeit keltischen Lebens und keltischer Kunst erlebte.
Bedeutung der Säule
Weder die genaue Bedeutung dieser Stele noch der genaue Fundort sind bekannt. Bis heute gibt es keine Antwort auf die Frage, ob es sich um eine Stele handelt, die ein Hügelgrab bekrönte, oder ob eine ganz andere kultische Bedeutung angenommen werden muss. Erhalten ist zudem weniger als die Hälfte dieser Großplastik.
Nur wenige vergleichbare Stelen sind erhalten. Auf ihnen erkennt man Menschenköpfe mit Glotzaugen und kantiger Nase, einem Bart oder einem Halsschmuck aus Palmetten und einem spitz zulaufenden Schnurrbart. Die zwei blasenartigen Teile oberhalb des Kopfes werden als Teil einer Kopfhaube gedeutet. Ferner ist die Stele reich mit Blattornamenten geschmückt.
Standort: zu finden in der Dauerausstellung im Thema „Neandertaler & Co", Erstes Obergeschoss, Neubau, rechte Seite